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Reden wir darüber!

Anregungen für ein Begleitprogramm zur Ausstellung „Umbruch Ost“

Es ist viel passiert seit der Wiedervereinigung, reden wir darüber! Nehmen Sie die Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“ zum Anlass, sich die Entwicklung Ihrer Kommune oder Ihres Unternehmens seit 1990 im Rahmen von Begleitveranstaltungen zu vergegenwärtigen. 

Die Geschichte des vereinigten Deutschlands wird in jüngerer Zeit vermehrt stereotyp als Verlustgeschichte erzählt. Der Status quo der DDR-Wirtschaft im Jahr 1990 wird dabei zumeist ebenso ausgeblendet wie die Lebensläufe jener Ostdeutschen, für die dieses Jahr – sei es auch mit Umwegen – ein Aufbruch war. Derweil erwachen im Westen alte Klischees, seitdem der neue, gesamtdeutsche Rechtspopulismus im Osten auf besonders starken Widerhall stößt. Es fehlt – in Ost wie in West – an Wissen sowie an einer unvoreingenommenen Debatte über die Geschichte der deutschen Einheit nach 1990, die Klischees hinterfragt und nicht zuletzt im Westen ein Bewusstsein für das Ausmaß der Umbruchserfahrungen stiftet, die in der ostdeutschen Gesellschaft fortwirken.

Hier setzt die Ausstellung „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel” an. Sie wird von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer in Kooperation mit dem NDR und Statista herausgegeben und steht ab 18. März 2020 unter anderem als Poster-Set für die Kultur- und Bildungsarbeit zur Verfügung.

Sie planen, die Ausstellung zu zeigen? Dann nutzen Sie die Schau, um die Geschichte der deutschen Einheit vor Ort in Ihrer Kommune zu diskutieren.

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So können Sie mitmachen

Verbinden Sie Ihre Ausstellung mit einem Eröffnungsvortrag und/oder einer Podiumsdiskussion oder richten Sie eine Veranstaltungsreihe aus. Lassen Sie Zeitzeugen und Historiker zu Wort kommen, präsentieren Sie Filme, laden Sie zu Autorenlesungen ein, organisieren Sie zeithistorische Stadtrundgänge, regen Sie Projekte von Schülern und Auszubildenden an. Würdigen Sie die Demokraten der ersten Stunde, die 1989/90 politische Verantwortung übernahmen. Pflanzen Sie einen Baum, errichten Sie ein Denkmal oder widmen Sie eine Straße oder einen Platz der deutschen Einheit. Und nutzen Sie insbesondere die Möglichkeit, Ihre Ausstellung um lokalgeschichtliche Ergänzungstafeln zu erweitern. Nähere Informationen finden Sie unter www.umbruch-ost.de/vorort.html 

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So finden Sie Themen

Lassen Sie Frauen und Männer zu Wort kommen, die in den 1990er Jahren in der lokalen Politik, Kultur und Wirtschaft aktiv waren, oder die die Entwicklung damals als Journalisten begleiteten. Laden Sie örtliche Unternehmer und Gewerbetreibende ein, die vom wirtschaftlichen Neuanfang in den 1990ern berichten. Wie war das damals mit der Treuhand und der Abwicklung so vieler Betriebe? Wie gestaltete sich die Neuordnung des Justiz- und des Schulwesens? Wie erlebten die Zuzügler die Umbruchsjahre in ihrer neuen Gemeinde? Wie erinnern sich heute 30- bis 40-Jährige an die Zeit der Transformation? Was ist aus den Frauen und Männern geworden, die 1990 und danach innerdeutsche Solidarität geübt haben?

Es gibt unzählige Geschichten, die darauf warten, erzählt zu werden! Machen Sie mit uns Ihre Geschichte sichtbar. 

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Gemeinsam stark

Sie fragen sich, wie Sie es schaffen sollen, auch nur einen kleinen Teil der vorgeschlagenen Aktivitäten auf den Weg zu bringen? Suchen Sie sich Partner! Lesungen etwa können von der örtlichen Buchhandlung oder der Stadtbibliothek organisiert werden. Wenn es einen Saal mit Beamer und Leinwand gibt – oder vielleicht sogar ein Kino –, dann steht auch einer Filmreihe nichts im Wege. Gehen Sie auf die Industrie- und Handelskammer, auf den Gewerbeverein oder auf Handwerker und Unternehmer zu, kontaktieren Sie Ihre Kirchgemeinden, die örtlichen Parteien, Gewerkschaften und Sozialverbände, zuvorderst natürlich die Kulturverwaltung ihrer Stadt oder bei kleineren Gemeinden den Bürgermeister. Erste Adressen für Kooperationspartner sind immer auch die örtlichen Schulen und Volkshochschulen, Lokal- und Heimatmuseen und das Stadtarchiv.
Geschichte kann bewegen, aufwühlen, Streit schüren wie schlichten, Geschichte kann vor allem auch Gemeinsinn stiften, wenn sie gemeinsam erkundet wird. Zieht auch nur ein Teil der angesprochenen Institutionen und Personen mit, so wird aus der Summe der einzelnen Veranstaltungen ein ungeahnt lebendiges und vielfältiges Begleitprogramm zur Ausstellung „Umbruch Ost“.

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Förderung und Kosten

Wer bezahlt am Ende des Tages Ihr Begleitprogramm zur Ausstellung? Mit ziemlicher Sicherheit können Sie im Jahr 2020, dem 30. Jubiläumsjahr der deutschen Einheit, Ihre Kommune von Ihrem Projekt begeistern. Überzeugen Sie mit ebendiesem Argument auch andere potenzielle Sponsoren, eine Veranstaltung oder eine ganze Veranstaltungsreihe zu unterstützen. Klopfen Sie bei der Kreissparkasse an, beim Landratsamt, bei der Landeszentrale für politische Bildung oder kontaktieren Sie das nächstgelegene Regionalbüro parteinaher Stiftungen. Auch Ihre Landtags- und Bundestagsabgeordneten können Ihr Vorhaben befördern. Versuchen Sie, Ihre Lokalzeitung, vielleicht sogar den Regionalsender als Partner zu gewinnen – um Aufrufe zu veröffentlichen, Veranstaltungen anzukündigen und vielleicht auch, um Hilfe bei der Gestaltung und Vervielfältigung von Plakaten und Einladungen zu bekommen.

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Wir stehen an Ihrer Seite

Auf der Webseite www.umbruch-ost.de werden wir Ihnen Gestaltungsvorlagen für ein Plakat, eine Karte sowie Anzeigen zur Bewerbung ihrer Ausstellung samt Begleitprogramm zum Download zur Verfügung stellen. Darüber hinaus finden Sie dort Hinweise, wie Sie Zeitzeugen zum Thema finden und ansprechen können. Zudem stellen wir Filme und Bildungsmaterialien bereit, die Sie in Ihrer lokalen Kulturarbeit verwenden können. Wir unterstützen Sie in Ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit über unsere Social-Media-Kanäle. Gern können Sie uns Fotos, Podcasts oder Artikel zu Ihren Veranstaltungen übersenden. Wir sorgen dafür, dass Ihre Aktionen bundesweit wahrgenommen werden können, und archivieren zudem Ihre wichtigen Beiträge für die weitere Bildungsarbeit.

Auf gutes Gelingen! Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Ihr Ansprechpartner zur Ausstellung „Umbruch Ost“

Dr. Georg Gremske, g.gremske@bundesstiftung-aufarbeitung.de

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